Stoppt den Umwelschutz! Das Erdklima doch ist gerettet, oder?

Bis vor kurzem wusste keiner so genau, warum all die Klimadebatten so nach und nach aus den Medien verschwunden sind. Es schien so, als hätten wir überhaupt kein Problem mehr und als wäre der dritte UN-Klimabericht, der erst vor ca. 2 Monaten erschien und in dem sogar ein möglicher durchschnittlicher Temperaturanstieg von 6 Grad bis zum Jahre 2100 prognostiziert wurde, nie existent gewesen.
Doch, doch, die Probleme sind nach wie vor im Untergrund bekannt.
Aber: Nun hat man endlich die Lösung schlechthin gefunden. Und zwar eine solche, bei der man den Temperaturanstieg verhindern kann, ohne die wirtschaftswachstumsfördernden Co2 Emissionen einzusparen zu müssen.
Einfach munter weiter und richtig dolle Schmutz machen, denn das Heilmittel scheint, bzw. schien gefunden zu sein.
Schleichend langsam wurden die hitzigen Diskussionen und Umweltfürsprecher aus der Öffentlichkeit verbannt, da kein Staub aufgewirbelt werden sollte, den man bald mit einer neuartigen Technologie aufsaugen wollte.
Eine mögliche Lösung, die bis vor Kurzem wirklich ernsthaft im Gespräch war, war nämlich die, dass das Treibhausgas an seiner Quelle, nämlich in den Kohlekraftwerken z.B., verflüssigt und per Pipeline zu unterirdischen Lagerstätten gepumpt werden sollte. Um die Machbarkeit der Idee zu untersuchen bohrten Forscher im brandenburgischen Ketzin
ein 800 Meter tiefes Loch, das in eine Lagerstätte aus porösen Sandstein führte. Zurzeit werden da immer noch täglich 100 Tonnen Co2 runtergepumpt und ein natürlicher Deckel aus Ton und Gips soll -so hofft man- das Gas für Jahrmillionen daran hindern auszuströmen. Vor geraumer Zeit ist jedoch durchgesickert (-:-), dass ähnliche Tests, die ja im Grunde nichts anderes tun als ein weiteres Element zu verseuchen, in Texas dazu geführt haben, dass das Gas zusammen mit Salzlake in den Poren des Sandsteines Kohlensäure bildete, die die Bohrlöcher und sogar den Felsdeckel des Reservoirs angriff. Dadurch haben sich in der Erde tiefe Risse gebildet, aus denen das Treibhausgas wieder entweichen konnte. Schöne Bescherung. Wird es wohl doch, spätestens nach dem Artikel hier, wieder Klimadebatten geben.
Bevor ich meinen Dreck in den Boden pumpe, der dann wieder hochsteigt, pflanz ich persönlich auf jeden Fall lieber einen Baum.
Der hilft wirklich!

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