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Februar 11, 2026
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Plant-for-the-Planet

Junge Menschen fürs Klima vereint: Das Global Ambassador Council 2025–2027

„Führung bedeutet nicht, auf alles eine Antwort zu haben. Es bedeutet, verlässlich präsent zu sein, mit Demut zu lernen und mutige Schritte zu gehen, um Veränderung voranzubringen.“ – Ein Mitglied des Global Ambassador Councils.

Das Global Ambassador Council (GAC) ist das offizielle Jugendgremium von Plant-for-the-Planet. Es vertritt die Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit und Klimaaktivist*innen aus aller Welt und gestaltet die Ausrichtung der globalen Jugendbewegung für Klimagerechtigkeit maßgeblich mit.

Die Mitglieder des Gremiums werden für zwei Jahre gewählt. In dieser Zeit arbeiten sie regionsübergreifend zusammen, unterstützen Projekte, bringen Jugendperspektiven ein und entwickeln gemeinsam Initiativen innerhalb der weltweiten Community. Über Kontinente und Zeitzonen hinweg stärken sie die globale Gemeinschaft der Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit, entwickeln neue Ideen und setzen diese als gemeinsames Handeln um.

Das neu gewählte GAC vereint 16 junge Führungspersönlichkeiten aus 12 Ländern und verschiedenen Weltregionen. Es verbindet lokale Erfahrungen mit globaler Zusammenarbeit und schafft Räume, in denen junge Menschen voneinander lernen, gemeinsam Verantwortung übernehmen und sicherstellen, dass ihre Stimmen nicht nur gehört, sondern wirksam eingebunden werden. Wir freuen uns sehr, das GAC für die Amtszeit 2025–2027 vorzustellen!

Das GAC definiert sich dabei nicht allein über seine Struktur oder formale Entscheidungsbefugnisse. Er lebt von den Menschen, die ihn tragen: engagierte junge Persönlichkeiten aus aller Welt, die sich für dasselbe Ziel einsetzen – konsequenten Klimaschutz für eine lebenswerte Zukunft – und von den Wegen, die sie dorthin geführt haben.

Vom persönlichen Erleben zum Engagement fürs Klima

Es gibt nicht den einen Moment, der junge Menschen zum Engagement fürs Klima führt. Bei Plant-for-the-Planet glauben wir daran, dass Kinder und Jugendliche ihren eigenen Weg finden – und daran, eine globale Gemeinschaft aufzubauen, die sie dabei begleitet. Empowerment bedeutet, jungen Menschen schon heute Führungsverantwortung zuzutrauen, Räume zum Lernen zu schaffen, Verantwortung zu ermöglichen und Ideen gemeinsam in die Tat umzusetzen.

Für viele der neuen Mitglieder gab es dennoch einen Augenblick, in dem die Klimakrise persönlich und unausweichlich wurde. Für Matilda wurde sie an einem ganz normalen Schultag in New York greifbar: Starke Regenfälle setzten die U-Bahn-Linie außer Betrieb, auf die sie täglich angewiesen war. Schüler*innen saßen fest, einige mussten im strömenden Regen über Brücken laufen, um nach Hause zu kommen. Auf der anderen Seite der Welt, in Jakarta, erinnert sich Bryan an Küstenüberschwemmungen und verschwindende Mangrovenwälder. Aus diesem Verlust entstand Motivation: Er begann, lokale Renaturierungsprojekte zu begleiten und die Stimmen indonesischer Jugendlicher in internationale Klimadebatten einzubringen.

In Ruanda entwickelte sich Nicoles Weg aus der Naturschutzarbeit und aus Jugendnetzwerken heraus. Die enge Zusammenarbeit mit anderen jungen Menschen machte ihr eines klar: Führung muss jetzt stattfinden. Und in Kamerun ist Hilux’ Engagement eng mit eigener Vertreibung verbunden. Als Flüchtender vor dem Klima verwandelte er diese Erfahrung in Bildungsinitiativen, digitale Plattformen, Jugendvertretung und politische Mitgestaltung – lokal wie global.

Dies sind nur einige der Geschichten, die diese Gruppe zusammengeführt haben. Sie kommen aus unterschiedlichen Kontinenten, Kulturen und Lebensrealitäten. Doch sie zeigen etwas Entscheidendes: Wenn junge Menschen erleben, wie die Klimakrise ihre Gemeinschaften betrifft, handeln sie. Sie organisieren sich, gründen Initiativen und treiben Veränderung voran.

Klimabildung und Empowerment in der Praxis

Klimabildung ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zu einer gerechteren Zukunft. Junge Menschen zu stärken bedeutet, ihnen nicht nur Wissen über die Klimakrise zu vermitteln, sondern sie zu befähigen, Teil der Lösung zu werden. Empowerment heißt: durch eigenes Handeln lernen, Wälder wiederherstellen und schützen, Projekte leiten, die eigene Stimme erheben und sich über Grenzen hinweg gegenseitig unterstützen.

Für einige Gremiummitglieder begann ihr Engagement in der Bildungsarbeit – mit Workshops, der Arbeit mit Kindern oder der Entwicklung von Werkzeugen, die Umweltwissen zugänglich und wirksam machen. Für andere stand zunächst die praktische Arbeit im Vordergrund: Ökosysteme wiederherstellen, Wälder schützen oder Gemeinschaften unterstützen, die besonders von der Klimakrise betroffen sind. Wieder andere fanden ihren Weg über Aktivismus und politische Beteiligung – und lernten, wie lokale Erfahrungen mit globalen Entscheidungsprozessen verknüpft sind. Manche entdeckten ihre Rolle durch Storytelling, soziales Unternehmertum oder den Aufbau von Jugendnetzwerken, die Menschen über den ersten Schritt ins Klimaengagement hinaus begleiten.

Die Präsidentin dieser Amtszeit, die 17-jährige Eva Jedani, erklärt: „Ich sehe großen Wert im Global Ambassador Council, besonders weil er sicherstellt, dass die Stimmen junger Menschen in der Organisation nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch eingebunden werden. Dieser aktive Schritt, junge Menschen in klimapolitische Entscheidungsprozesse einzubeziehen, war für mich immer der nächste Schritt auf meinem Weg bei Plant-for-the-Planet – eine Möglichkeit, meine Erfahrungen vor Ort in eine Führungsrolle einzubringen.“

Jeder dieser Wege ist einzigartig. Doch gemeinsam ergeben sie ein starkes Fundament und neue Synergien innerhalb der globalen Bewegung. Echte Veränderung entsteht, wenn Menschen sich vernetzen – und gerade in Vielfalt liegt ihre besondere Kraft.