
Mit einer Keynote von Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium
Datum: 17. November 2026
Uhrzeit: 10:30–11:30 Uhr (GMT+3)
Ort: Deutscher Pavillon, COP31 | Antalya, Türkiye
Livestream Link hier.
Caritas Deutschland lädt im Namen des Projekts Networks4conservation (Rede Cerrado, ASA, Rede Ecovida) gemeinsam mit Plant-for-the-Planet Medienvertreter*innen zu einer hochrangigen Diskussionsveranstaltung über Waldschutz, gemeinschaftlich getragene Lösungsansätze und globale Klimagerechtigkeit auf der COP 31 ein.
Waldbrände breiten sich aus, die Entwaldung schreitet weiter voran und die Rohstoffindustrie setzt die Waldökosysteme und die von ihnen abhängigen Gemeinschaften zunehmend unter Druck. Der Schutz der Wälder ist entscheidend, um Menschenrechte, Biodiversität, die globale Klimaresilienz und die Lebensgrundlagen indigener und lokaler Gemeinschaften (IPLCs) zu sichern. Gleichzeitig sind indigene Völker und lokale Gemeinschaften die wichtigsten Hüter*innen vieler der weltweit bedeutendsten Waldökosysteme und für deren Schutz und Widerstandsfähigkeit unverzichtbar.
Das Side Event „Confronting the Global Forest Emergency at COP 31“ bringt politische Entscheidungsträger*innen, Vertreter*innen indigener Gemeinschaften und Stimmen der Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam diskutieren sie, wie internationale Zusammenarbeit dazu beitragen kann, bestehende Verpflichtungen zum Waldschutz in konkrete Maßnahmen vor Ort umzusetzen.
Anhand von Erfahrungen aus Brasilien, der Demokratischen Republik Kongo und Äthiopien widmet sich die Veranstaltung folgenden zentralen Fragen:
- Was können wir von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften über lokal getragene Lösungsansätze für den Waldschutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen lernen?
- Welche politischen Rahmenbedingungen, Partnerschaften und Finanzierungsmechanismen sind notwendig, um wirksame und gerechte, von IPLC getragene Lösungen zu stärken?
- Wie können Deutschland und andere internationale Partner sicherstellen, dass globale Verpflichtungen zu dauerhaften Veränderungen vor Ort führen?
Als wichtiger Geldgeber und langjähriger internationaler Partner kommt Deutschland eine entscheidende Rolle bei der Förderung eines gerechten und wirksamen Schutzes (tropischer) Wälder zu. Die Diskussion beleuchtet, wie internationale Partnerschaften, politische Maßnahmen und Finanzierungsmechanismen lokal getragene Lösungsansätze besser unterstützen können. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die in Belém und Antalya eingegangenen Verpflichtungen noch vor der COP 32 im Jahr 2027 in Addis Ababa in konkrete Investitionen münden.
Die Diskussionsteilnehmer*innen
Keynote: Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).
An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen fünf Expert*innen teil, die über umfassende Erfahrung in den Bereichen indigene Rechte, Wald-Governance, Resilienz von Gemeinschaften und Wiederherstellung von Ökosystemen verfügen:
- Hiparidi Top Tiro – Indigener Vertreter der A’uwẽ-Xavante und Generalkoordinator von Rede Cerrado, Brasilien. Er setzt sich für indigene und traditionelle Territorien, überliefertes Wissen und den Schutz des Cerrado ein, eines lebenswichtigen Ökosystems für die Wassersicherheit und Biodiversität.
- Robert Agenonga – Mitglied der Nationalversammlung der Demokratischen Republik Kongo. Seine Arbeit konzentriert sich auf gute Regierungsführung, den Schutz der tropischen Wälder des Kongobeckens und die Verteidigung der Menschenrechte.
- Muluneh Tesfaye Lugo – Stellvertretender Geschäftsführer von Catholic Caritas Ethiopia. Mit mehr als 20 Jahren Führungserfahrung setzt er sich für Klimagerechtigkeit, gerechte Partnerschaften, gemeinschaftlich getragene Entwicklung und Klimaresilienz ein.
- Edson Krenak – Indigener Vertreter des Volkes der Krenak in Brasilien und Repräsentant der Organisation Cultural Survival.
- Dr. Stefanie Pfahl – Unterabteilungsleiterin der IK I (Internationale und bilaterale Zusammenarbeit) im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).
Die Diskussionsteilnehmer*innen und Veranstalter*innen stehen im Anschluss an die Veranstaltung für Interviews zur Verfügung. Sollten Sie im Vorfeld der Diskussion an einem Gespräch interessiert sein, melden Sie sich bitte im Vorfeld bei uns.
Damit wir die Veranstaltung besser planen können, bitten wir um eine vorherige Anmeldung unter [email protected].
Presse Kontakt
Victoria Krumbeck | [email protected] | +49880892108131
Reiner Fritz | [email protected] | +49761200510
Über Plant-for-the-Planet
Plant-for-the-Planet ist eine weltweite Klimaschutzinitiative, die 2007 von dem damals neunjährigen Felix Finkbeiner gegründet wurde. Die Organisation befähigt Kinder und Jugendliche durch Klimabildung zum aktiven Handeln und hat bis heute über 100.000 Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit in 76 Ländern ausgebildet. Gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften treibt die Organisation die wissenschaftsbasierte Wiederherstellung biodiverser Wälder voran. Neben der praktischen Renaturierungsarbeit entwickelt die Initiative open-source Software zur Professionalisierung von Renaturierungsprojekten. Zudem setzt sich Plant-for-the-Planet politisch für effektiven Waldschutz und globale Klimagerechtigkeit ein.







