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27. Oktober 2026
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COP 31 einfach erklärt: Die wichtigsten Begriffe der Weltklimakonferenz

Wie jedes Jahr kommen Vertreter*innen von Staaten, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf der Weltklimakonferenz zusammen. In diesem Jahr findet die UN-Klimakonferenz vom 9. bis zum 20. November in Antalya in der Türkei statt. Damit ihr den ultimativen Durchblick habt, erklären wir euch die wichtigsten Begriffe. So wisst ihr während der Klimakonferenz ganz genau, worüber gesprochen wird.

Was ist UNFCCC? Die Klimarahmenkonvention einfach erklärt

Diese lange Buchstabenreihenfolge ist eine Abkürzung, die ihr euch unbedingt merken solltet. Die United Nations Framework Convention on Climate Change, kurz UNFCCC, ist die Klimarahmenkonvention, die 1992 von 154 Staaten unterzeichnet wurde. Sie bildet das Fundament und den zentralen Rahmen für die internationale Zusammenarbeit beim Klimaschutz. Mittlerweile gibt es 198 Vertragsparteien der Konvention.

Zu ihren Aufgaben gehört es, gemeinsam über Klimaschutzziele zu verhandeln und zentrale Vereinbarungen wie das Übereinkommen von Paris zu beschließen. Außerdem müssen die Staaten darüber berichten, wie die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen voranschreitet.

Die UNFCCC ist daher längst mehr als nur ein Dokument. Sie ist zu einer internationalen Institution geworden, die ihren Sitz in Bonn, Deutschland hat. Dort steht ein großes Gebäude, in dem auch zwischen den UN-Klimakonferenzen verhandelt wird.

Was bedeutet COP? So funktioniert die Weltklimakonferenz

Die COP ist das oberste Entscheidungsgremium der Konvention und tritt jedes Jahr im Rahmen der UN-Klimakonferenz zusammen. COP steht für Conference of the Parties, also die Konferenz der Vertragsparteien. Alle Staaten, die Vertragsparteien der Konvention sind, sind auf der COP vertreten.

Auf den Konferenzen überprüfen die Vertragsparteien, ob die vereinbarten Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehört beispielsweise das im Übereinkommen von Paris verankerte Ziel, die globale Erwärmung auf möglichst nahe 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Außerdem verhandeln sie über neue Mechanismen und treffen gemeinsame Entscheidungen.

Die erste UNFCCC COP fand 1995 in Berlin statt. Wichtig für euch zu wissen: Wenn von einer COP gesprochen wird, bedeutet das nicht automatisch, dass es sich um eine UNFCCC COP handelt. Andere Konventionen, wie die Convention on Biological Diversity (CBD) und die Convention to Combat Desertification (CCD), halten Konferenzen der Vertragsparteien ab, die ebenfalls COP genannt werden.

Wie könnt ihr die verschiedenen COPs also auseinanderhalten? Achtet auf die Konvention, auf die sich die COP bezieht, und auf die dazugehörige Nummer. Die UNFCCC COP findet in diesem Jahr zum 31. Mal statt, während die CBD COP zum 17. Mal stattfindet.

Was ist das Übereinkommen von Paris? Die wichtigsten Klimaziele

Das Übereinkommen von Paris, umgangssprachlich auch Pariser Klimaabkommen genannt, wurde im Dezember 2015 von den Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen verabschiedet. Es handelt sich um einen völkerrechtlich verbindlichen Klimaschutzvertrag. Sein Ziel ist es, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und Anstrengungen zu unternehmen, ihn auf 1,5 °C zu beschränken.

Während die Klimarahmenkonvention den internationalen Rahmen für die Zusammenarbeit beim Klimaschutz bildet, legt das Übereinkommen von Paris konkrete Ziele und Mechanismen für deren Umsetzung und Überprüfung fest.

Dafür sollen die Staaten alle fünf Jahre nationale Klimaschutzbeiträge vorlegen. Diese werden international als NDCs bezeichnet. Die Abkürzung steht für Nationally Determined Contributions. Das Ziel ist, dass die Staaten ihre Klimaschutzbeiträge mit der Zeit immer ambitionierter gestalten und natürlich auch umsetzen. Die weltweiten Fortschritte werden regelmäßig überprüft.

Das Pariser Klimaabkommen sieht außerdem vor, dass insbesondere Industrieländer Entwicklungsländer beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen der Klimakrise unterstützen. Denn diese verfügen häufig nicht über dieselben finanziellen und technischen Mittel wie Industrieländer.

Was ist das Kyoto-Protokoll? Der Vorläufer des Pariser Abkommens

Das Kyoto-Protokoll gilt als Vorläufer des Übereinkommens von Paris. Es wurde 1997 in der japanischen Stadt Kyoto beschlossen und galt als eines der weitreichendsten Klimaabkommen seiner Zeit. Warum? Weil es erstmals konkrete und für die teilnehmenden Staaten verbindliche Maßnahmen zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen enthielt.

In Kraft trat das Protokoll allerdings erst 2005. Die USA ratifizierten es nicht. Mittlerweile steht das Übereinkommen von Paris im Zentrum der internationalen Klimaschutzbemühungen.

Was sind Side Events auf der COP?

Die UN-Klimakonferenz besteht nicht nur aus Verhandlungen. Auf den COPs kommen führende Persönlichkeiten, Expert*innen und einflussreiche Akteur*innen aus dem Klimabereich zusammen. Sie können Teil der Verhandlungen sein, wenn sie einer staatlichen Verhandlungsdelegation angehören. Sie können aber auch als Vertreter*innen der Zivilgesellschaft auftreten.

Um ihre Expertise, Ideen, Erfahrungen und Lösungsansätze mit den anderen Teilnehmenden zu teilen, nutzen sie beispielsweise Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und andere Veranstaltungsformate. Diese Veranstaltungen werden Side Events genannt. Hunderte davon finden auf der COP oder im Rahmen der Konferenz statt.

Was ist ein COP-Badge und wer bekommt Zugang?

Ihr möchtet an der COP31 in der Blue Zone teilnehmen? Dann müsst ihr offiziell akkreditiert sein und ein sogenanntes Badge erhalten. Dabei handelt es sich um eine Art Ausweis, mit dem ihr Zugang zum Gelände bekommt.

Neben den Vertragsstaaten, die Delegationen zu Verhandlungen und Gesprächen entsenden, können auch Journalist*innen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen wie Nichtregierungsorganisationen (NGOs) ein Badge erhalten. Organisationen wie Plant-for-the-Planet nehmen dabei als sogenannte Observer, also Beobachter*innen, teil.

Ihr könnt euch allerdings nicht einfach als Einzelperson registrieren. Die NGOs müssen von der UNFCCC als Organisationen akkreditiert sein, damit sie sich für eines der Badges bewerben können.

Was ist die Blue Zone auf der Weltklimakonferenz?

Die Blue Zone ist der zentrale Ort der Konferenz. Hier finden die offiziellen Verhandlungen, formelle und informelle Gespräche, Side Events und Pressekonferenzen statt. Zutritt haben nur Personen, die offiziell für die UN-Konferenz akkreditiert sind.

Neben den Verhandlungsräumen gibt es einen Pressebereich sowie Pavillons der Vertragsstaaten und anderer Organisationen. Dort könnt ihr Ausstellungen besuchen und an Events teilnehmen.

Eine Besonderheit ist, dass die Blue Zone unter der Verantwortung der Vereinten Nationen steht und besonderen Regeln unterliegt. Proteste und Demonstrationen können dort unter bestimmten Voraussetzungen stattfinden, auch wenn sie nach den allgemeinen Regeln des Gastgeberlandes möglicherweise eingeschränkt wären. So können sie dazu beitragen, die Meinungsfreiheit und die Sichtbarkeit bestimmter Gruppen auf der Konferenz zu stärken.

Was ist die Green Zone auf der Weltklimakonferenz?

Im Gegensatz zur Blue Zone ist die Green Zone ein Bereich, der grundsätzlich für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Hier findet ihr Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen, Workshops und Verkaufsstände rund um die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die Green Zone bietet euch die Möglichkeit, Einblicke in die Welt der COP zu bekommen und euch intensiver mit dem Klimaschutz auseinanderzusetzen, auch ohne Zugang zur Blue Zone.

Die UN-Klimakonferenz ist oft von komplexen Abkürzungen und Rahmenwerken geprägt, die nicht leicht zu verstehen sind. Dieser Leitfaden hilft euch dabei, den Überblick zu behalten – egal, ob ihr die Verhandlungen verfolgt, euch über die Veranstaltungen informiert oder mehr über die Menschen erfahren möchtet, die sich für Klimaschutz einsetzen.

War dieser Leitfaden hilfreich für euch? Dann begleite unsere Delegation auf der COP 31!