
Auf den ersten Blick wirkt das Dorf Miguel Colorado in Campeche, Mexiko, nicht außergewöhnlich. Mit rund 1000 Einwohnern ist es ähnlich groß wie viele Ejidos, die man hier entlang des Highways 186, der die Yucatán-Halbinsel durchkreuzt, findet. Doch die Menschen von Miguel Colorado leben hier im Einklang mit der Natur.

Von Kautschuk zu Abholzung
Früher lebten die Menschen in Miguel Colorado von Kautschuk, einem natürlichen Rohstoff, der u.a. zur Herstellung von Kaugummi verwendet wird. Noch heute sind in den Wäldern des Naturschutzgebiets Moku die typischen Einschnitte an den Bäumen zu sehen, mit denen der Rohstoff gewonnen wurde. Doch mit dem Anstieg von synthetischem Kaugummi sank die Nachfrage, die Menschen mussten sich eine neue Lebensgrundlage schaffen. Sie begannen, das im gemeinschaftlichen Besitz befindliche Waldgebiet abzuholzen und das Holz zu verkaufen.

Warum die Menschen von Miguel Colorado ihren Wald schützen
Mit der Zeit merkten sie aber, dass diese Praxis nicht zukunftsträchtig ist: Abholzung zerstört langfristig die Lebensgrundlage der Gemeinschaft. Sie wollten ihren Kindern eine intakte Umwelt hinterlassen und entschieden sich deshalb, das 20.000 Hektar große Gebiet von Moku dauerhaft zu schützen.
Im Jahr 2018 ließ die Gemeinschaft Moku offiziell als freiwilliges Naturschutzgebiet (ADVC = Área Destina Voluntariamente a la Conservación) ausweisen. Seitdem wird das Gebiet aktiv geschützt – durch Brandschneisen und Überwachungsmaßnahmen durch Ranger, um illegale Abholzung und Jagd zu verhindern.
Nachhaltiger Ökotourismus schafft neue Perspektiven
Unterstützt wird die Gemeinschaft dabei von unserem Partner Pronatura Península de Yucatán. Gemeinsam haben sie alternative Einkommensquellen entwickelt, damit der Wald erhalten bleiben kann.
Die Cenoten und die große Lagune mitten im Naturschutzgebiet bieten ideale Bedingungen für nachhaltigen Ökotourismus. Besucher können hier Vögel beobachten, Kanu fahren, wandern oder Maya-Ruinen entdecken – alles im Einklang mit der Natur.
Der Ökotourismus schafft Einkommen für die Menschen vor Ort und stärkt gleichzeitig den Schutz des Waldes.


Moku ist Teil des Jaguar-Korridors
Moku ist Heimat vieler Tierarten, darunter Tapire, Ozelots, Pekaris, Affen und mehrere Jaguare. Mithilfe von Wildtierkameras dokumentiert die Gemeinschaft gemeinsam mit Pronatura die Artenvielfalt im Wald und lernt so den Wert des geschützten Ökosystems noch besser kennen.
Besonders wichtig: Das Naturschutzgebiet ist Teil des sogenannten Jaguar-Korridors. Dieses internationale Naturschutzprogramm verbindet Lebensräume von Jaguaren über rund sechs Millionen Quadratkilometer – von Mexiko bis Argentinien. Der Schutz von Moku trägt also nicht nur lokal, sondern auch international zum Erhalt bedrohter Tierarten und wichtiger Waldökosysteme bei.

So kannst du helfen
Mit jedem Kauf des Guten Riegels unterstützt du die Arbeit von Pronatura Península de Yucatán – und damit die Menschen von Miguel Colorado, den Schutz des Naturschutzgebiets Moku und den Erhalt wichtiger Lebensräume für Jaguare und viele weitere Tierarten.

Lies mehr über Weidewälder, das zweite Projekt, das durch den Guten Riegel unterstützt wird. Den Guten Riegel gibt es bei dm Drogeriemarkt in Deutschland.
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