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Investmentbetrug: So missbrauchen Betrüger den Namen gemeinnütziger Organisationen

Vor einigen Tagen erreichte uns die Nachricht, dass Betrüger*innen unseren Namen für einen Anlage-Scam verwendet haben. Konkret sollen sich die Betrüger*innnen als Anlageberater*innen ausgegeben und Menschen dazu überredet haben, unterschiedliche Investments zu tätigen. Durch Phishing-Nachrichten und Telefonanrufe wurde suggeriert, dass eine erste Investition an die Plant-for-the-Planet Foundation gehen soll. Unsere Kontodaten wurden dabei von den Investment-Betrüger*innen an die jeweiligen Personen weitergeleitet, damit diese die sogenannte Investition tätigen. 

Wir möchten klarstellen: Die Plant-for-the-Planet Foundation steht in keiner Beziehung zu vorgeblichen Anlageberater*innen, die angeblich lukrative Finanzinvestitionen anbieten. Sollten Sie von einem „Finanzberater“ oder einer „Finanzberaterin“ aufgefordert werden, einen Betrag via Banktransfer an die Plant-for-the-Planet Foundation zu überweisen, tun Sie dies bitte nicht. Wir werben niemals in dieser Weise um Privatspenden!

Was steckt hinter dem Online-Trading-Scam?

Vermutlich werden die Kontodaten der Plant-for-the-Planet Foundation von Trading-Betrüger*innen missbraucht, um bei ihren Opfern Vertrauen zu schaffen. Warum ausgerechnet unsere Organisation dafür ausgewählt wurde, lässt sich derzeit jedoch nicht abschließend erklären. Wir vermuten jedoch, dass auch die Daten anderer gemeinnütziger Organisationen für solche Scams verwendet werden könnten und haben daher Kontakt zu entsprechenden Verbänden aufgenommen.

Viele Menschen geraten durch gefälschte Werbeanzeigen, KI-generierte Videos oder irreführende Nachrichten in die Betrugsmasche. Die Täter*innen nutzen häufig soziale Medien und werben mit unrealistisch hohen Renditen für angeblich sichere Investments. Mit nur wenigen Klicks geben Interessierte ihre Kontaktdaten preis und werden anschließend von den Betrüger*innen kontaktiert, wie unter anderem eine Reportage des Bayerischen Rundfunks zeigt.

Die Scammer geben sich dabei als vermeintliche Finanzexpert*innen aus und bauen gezielt eine persönliche Beziehung zu ihren Opfern auf. Erfahrungsberichten zufolge beschränken sich die Gespräche nicht auf angebliche Investment-Empfehlungen. Die Täter*innen sprechen auch über private Themen, berichten beispielsweise von der Geburt eines Kindes oder anderen persönlichen Ereignissen und schaffen so gezielt Nähe und Vertrauen. Ein Bericht des Spiegel beschreibt diese Vorgehensweise ausführlich. Häufig verwenden die Betrüger*innen zudem gestohlene Fotos und falsche Identitäten, die sich auf sozialen Netzwerken wiederfinden lassen.

Mit der Zeit werden die Opfer dazu bewegt, immer höhere Summen zu investieren. Die versprochenen Gewinne bleiben jedoch aus. Stattdessen verlieren die Betroffenen ihr Geld und die vermeintlichen Berater*innen brechen den Kontakt schließlich vollständig ab.

Wie hat Plant-for-the-Planet auf den Scam reagiert?

Wir nehmen die unautorisierte Verwendung unseres Spendenkontos sehr ernst und arbeiten mit den Behörden bei der Aufklärung zusammen. Natürlich ist eine Spende an uns keine kriminelle Handlung. Daher konnten die Behörden nicht wirklich eingreifen. Mit detektivischen Gespür haben sich deshalb unsere Kolleg*innen selbst auf die Suche nach den Spender*innen gemacht und sie über den möglichen Betrug aufgeklärt. Personen, die wir nicht direkt kontaktieren konnten, haben wir versucht über die Bankdaten zu erreichen. In jedem Fall werden wir Spenden zurücküberweisen, die unter falschen Annahmen an uns getätigt wurden.

Leider können wir erst handeln, wenn die Spenden bei uns eingegangen sind. Daher unser dringender Aufruf: Bitte nehmen Sie, wenn Sie bereits einen Betrag im Rahmen einer „Anlageberatung“ gezahlt haben sollten, Kontakt mit uns auf: 

E-Mail: [email protected] 

oder wenden Sie sich direkt an Eva Neubert unter + 498808 92108120.

Wie kann ich mich vor Investment-Scams schützen?

Wer von einem oder einer mutmaßlichen Investmentberater*in kontaktiert wird, sollte sehr vorsichtig sein. Es gibt einige Warnsignale, die auf eine Betrugsmasche hinweisen. So sollten Anleger*innen vorsichtig sein, wenn mit unrealistischen Gewinnversprechen geworben wird. Hohe Renditen ohne Risiko gibt es nicht, wie die Verbraucherzentrale warnt. Auch ein fehlerhaftes Impressum auf der Website des Anbieters oder die Überweisung als einziges Zahlungsmittel könnten ein Indiz dafür sein, dass etwas nicht stimmt.

Weitere Informationen und Hinweise zum Schutz vor Anlagebetrüger*innen finden Sie bei der Verbraucherzentrale