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24. April 2026
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Plant-for-the-Planet

Junge Stimmen aus Petershausen für mehr Klimagerechtigkeit

von Programmkoordinatorin Maresa Wiesner

Bei strahlendem Frühlingswetter fand am 10. März 2026 auf dem Schulacker der Aktiven Schule Petershausen eine Plant-for-the-Planet Akademie statt. 20 Schüler*innen der Mittelstufe vertieften dabei nicht nur ihr Wissen über die Klimakrise, sondern wurden auch selbst aktiv – mit kreativen Ideen, engagierten Diskussionen und einer großen Pflanzaktion.

Bereits im Januar hatten die Jugendlichen in einem vorbereitenden Workshop mit Koordinatorin Maresa erste Einblicke in Themen wie Klimagerechtigkeit und die Bedeutung von Bäumen als CO₂-Speicher erhalten. Die Akademie im März knüpfte daran an und zeigte, wie aus Wissen konkretes Engagement entsteht.

Den Zusammenhängen auf der Spur

Der Tag begann in besonderer Atmosphäre: Unter freiem Himmel, versammelt um ein Lagerfeuer, starteten die Teilnehmenden mit einem interaktiven Netzwerk-Spiel. Mithilfe eines Wollknäuels wurde sichtbar, wie eng Menschen und globale Zusammenhänge miteinander verknüpft sind. Schnell wurde klar: Nur gemeinsam lassen sich die Herausforderungen der Klimakrise bewältigen.

In einem anschließenden Vortrag wurde das zuvor erarbeitete Wissen gefestigt. Die Schüler*innen setzten sich erneut mit den Ursachen und Folgen der Klimakrise auseinander und erfuhren, welche Rolle sie selbst als Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit einnehmen können.

Perspektiven wechseln im „Plan(t)-Spiel“

Ein besonderes Highlight des Tages war das „Plan(t)-Spiel“. In einem Rollenspiel schlüpften die Teilnehmenden in verschiedene Rollen und diskutierten über die Zukunft einer abgebrannten Waldfläche in Petershausen – natürlich ein fiktives Szenario.

Die Diskussion war lebendig und ideenreich: Während „Herr Fossil“ für den Bau eines Kohlekraftwerks plädierte, äußerte „Frau Reif“ von der Seniorinnenvertretung deutliche Bedenken. „Willi Wald“, als Botschafter für Klimagerechtigkeit, setzte sich überzeugend für eine Wiederherstellung ein. Moderiert wurde die Diskussion von „Herrn Ober“, dem Oberbürgermeister, der gemeinsam mit der Gruppe eine Lösung entwickelte. Mit viel Engagement und Freude am Schauspielern zeigten die Schüler*innen, wie differenziert sie sich mit komplexen Fragestellungen auseinandersetzen können.

Vom Wissen ins Handeln: Bäume pflanzen und eigene Ideen für den Klimaschutz

Im Anschluss ging es an die praktische Umsetzung. Gemeinsam mit dem Gärtner Marian Wiesner von der Firma SpielWiesner pflanzten die Teilnehmenden über 500 Steckhölzer und Sämlinge, darunter Elsbeeren, Haselnüsse und Salweiden. Die Pflanzaktion machte greifbar, worum es bei Plant-for-the-Planet geht: selbst aktiv werden und Teil der Lösung sein. Jeder gesetzte Setzling ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für die Zukunft.

Parallel dazu entwickelte eine weitere Gruppe eigene Projekte. So entstand der Plan für ein Fußballturnier, dessen Einnahmen an Plant-for-the-Planet gespendet werden sollen, um weitere Bäume zu pflanzen. Das zeigt, wie viel Motivation und Tatendrang in den jungen Botschafter*innen steckt, und dass die Akademie weit über diesen Tag hinaus Wirkung zeigt.

Auszeichnung als Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Reflexionsrunde am Lagerfeuer. Besonders das Rollenspiel und die Pflanzaktion wurden von vielen Teilnehmenden als Höhepunkte des Tages genannt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Engagement weitergeht: Viele Schüler*innen fragten, wann die nächsten Treffen stattfinden und wie sie ihre Projekte weiterentwickeln können. Durch regelmäßige Treffen mit Maresa wird dieser Weg weiter begleitet.

Am Ende des Tages wurden die Teilnehmenden feierlich als Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit ausgezeichnet. Neben einer Urkunde erhielten sie eine Stofftasche von Plant-for-the-Planet mit Informationsmaterialien und der „Guten Schokolade“. Die Akademie in Petershausen zeigt eindrucksvoll: Wenn junge Menschen Wissen, Raum zur Mitgestaltung und die Möglichkeit zum Handeln bekommen, entstehen nicht nur Ideen – sondern echtes Engagement für eine gerechtere Zukunft.

Ein großer Dank gilt Evi Woitke und dem gesamten „Draußen-Team“ der Aktiven Schule für das Vertrauen, die großartige Mitwirkung und das Engagement für die Kinder. Danke auch an Marian Wiesner, der als Garten- und Spielplatzbauer für die Pflege der Bäume sorgen, und sie auf naturnahen Spielplätzen verpflanzen wird – damit sie dort als CO₂-Speicher wachsen dürfen.

Du möchtest auch an einer Akademie teilnehmen und Botschafter*in für Klimagerechtigkeit werden? Melde dich hier an, wir freuen uns auf dich!