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Januar 20, 2023
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Plant-for-the-Planet

Klimagerechtigkeit statt Kohlebagger – Lützerath muss bleiben!

Seit mehr als zwei Jahren ist Lützerath Sinnbild für die Kernforderungen der weltweiten Klimabewegung. Zwischen Baggern und Polizei sowie zwischen Bäumen und Gehöften, die abgerissen werden sollen, ertönt der lautstarke Appell der Demonstrierenden: den schnellen Ausstieg aus fossilen Energieträgern voranzutreiben und endlich Verantwortung für mehr Klimagerechtigkeit zu übernehmen. 

Die Forderung nach dem schnellen Kohleausstieg ist also auch immer – über alle Generationen hinweg – eine Forderung nach globaler Klimagerechtigkeit. Bereits seit 2010 fordern die Kinder und Jugendlichen von Plant-for-the-Planet daher von der Politik die gleichzeitige Umsetzung der folgenden drei Punkte: 

  1. Lasst uns 1.000 Milliarden Bäume wiederherstellen.
  2. Lasst die fossilen Energieträger im Boden.
  3. Bekämpft Armut durch Klimagerechtigkeit.

Zum ausführlichen 3-Punkte-Plan zur Rettung unserer Zukunft.

Gemeinsam mit zehntausenden Klimaaktivist*innen gingen auch wir am 14. Januar 2023 in Lützerath auf die Straßen und forderten ein weiteres Mal, dass die Politik endlich Verantwortung übernimmt, um einen neuen Tiefpunkt in Sachen Klimaschutz zu verhindern. Zumal das Abbaggern der Kohle unter Lützerath nach Analysen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für den Braunkohle-Strombedarf nicht einmal notwendig wäre.

Tobias, absolviert gerade sein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei Plant-for-the-Planet

“Alle in der Politik wissen, dass die 1,5-Grad-Grenze vor Lützerath verläuft und nicht dahinter. Alle in der Politik wissen, dass durch die Kohle unter Lützi nach Hochrechnungen von Fridays for Future 60.000 Menschen sterben werden. Doch das ist der Bundesregierung scheinbar egal. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Klimaaktivist*innen dagegen demonstrieren und wir werden nicht damit aufhören – wir halten zusammen! Dieser Zusammenhalt wurde auch am 14. Januar deutlich. Außerdem ist die Kohle immer noch im Boden, es ist noch nicht zu spät!”

Die Räumungsarbeiten in Lützerath sind mittlerweile so gut wie abgeschlossen. Was jedoch nicht aus dem Weg geräumt werden kann, ist die unbeantwortete Frage nach der Klimagerechtigkeit. Noch hat die Bundesregierung die Möglichkeit, die Klimakatastrophe einzudämmen und dafür zu sorgen, dass die Kohle unter Lützerath im Boden bleibt. Ein Schritt, der nicht nur ein kleines Dorf in Nordrhein-Westfalen davor retten würde, dem Erdboden gleichgemacht zu werden, sondern auch weltweit ein Zeichen für die Zeitenwende in der Energiepolitik setzen würde.